Tarifvertrag angestellte ingenieurbüros

Diese Probezeiten können verlängert werden, wenn die Verlängerung durch einen branchenweiten Tarifvertrag genehmigt wird und die Möglichkeit der Verlängerung ausdrücklich im Arbeitsvertrag vorgesehen ist. Im Falle einer Verlängerung darf die Probezeit für jede der oben genannten Kategorien 4, 6 bzw. 8 Monate nicht überschreiten (Artikel L.1221-21 des französischen Arbeitsgesetzbuches). 61In fast einem Drittel der Unternehmen (und mehr als einem Viertel der Beschäftigten), die mit dem nicht ausgehandelten Lohnregulierungsprofil verbunden sind, stehen Lohnanpassungsentscheidungen unabhängig von deren Höhe in geringem Verhältnis zu Tarifverhandlungen. Die Studie über Call-Service-Zentren, die für den schlecht bezahlten, von Frauen dominierten Dienstleistungssektor steht, spiegelte diese Position wider, indem sie den sehr geringen Einfluss der Verhandlungen auf Entscheidungen zur Lohnerhöhung hervorhob. 26Diese relative Autonomie in Bezug auf Lohnentscheidungen wurde auch in der Arbeitsplatzklassifikation des Herstellers festgestellt. Letzteres, das auf der Grundlage des Metallurgieabkommens vom Juni 1974 aufbaute, wurde Mitte der 2000er Jahre geändert.13 Die OETAM-Klassifikation des Unternehmens garantiert ein höheres Karrieregehalt als das des Übereinkommenskollektivs. Die Beschäftigten beginnen mit einem höheren Koeffizienten (170, nicht 140) über dem Mindestlohn (z. B.

rund 100 Euro mehr pro Monat im Jahr 2009) als auch mit den Minis auf Branchenniveau und erreichen höhere Koeffizienten (240 und nicht 215 oder 225). Techniker und Vorgesetzte beginnen bei Koeffizient 255 (und nicht bei 215). Andererseits soll die Zunahme der Zwischenkoeffizienten – vier Zwischenkoeffizienten (185, 195, 200 und 320) – den beruflichen Aufstieg verlangsamen und damit ein unternehmensspezifisches Lohnsystem schaffen. 6Erstens haben seit Anfang der 90er Jahre mehrere Gesetze dazu geführt – oder zielten darauf ab – Tarifverhandlungen anzukurbeln (Bloch-London, Pélisse, 2008; Naboulet, 2011). Die öffentlichen Behörden haben Tarifverhandlungen mehr oder weniger direkt gefördert. Dazu gehört die Verpflichtung, auf Unternehmensebene, oft jährlich, über bestimmte Themen wie tatsächliche Lohnleistungen, Arbeitszeit, Gleichstellung der Geschlechter und die Gestion prévisionnelle des emplois et des compétences (Jobs and Skills Forecast Management System – GPEC) zu verhandeln. Dazu gehören auch finanzielle Anreize durch die Senkung der Sozialbeiträge oder, weiter vorgelagert, die Änderung der Regeln der Tarifverhandlungen, z. B. durch eine Lockerung der Bedingungen für den Rückgriff auf Mandate (die es einer Gewerkschaft ermöglichen, einen Arbeitnehmer zu benennen oder zu “mandatieren”, wenn kein lokaler Gewerkschaftsvertreter ist).

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